IN MEINER GLASBLÄSEREI FERTIGE ICH INDIVIDUELLE PRODUKTE MIT KLASSISCHER LAMPENGLAS-TECHNIK.

 

LAMPEN...was ???

 

Als "Lampengeblasenes Glas" oder Glasbläserei "vor der Lampe" wird die Methode bezeichnet, bei der man Glas mit Hilfe eines Tischbrenners "bläst" bzw. verarbeitet. Ursprünglich wurde anstelle des Brenners eine Öllampe verwendet, daher kommt der Begriff "Lampe".

 

Durch Luftzufuhr - zuerst sogar mit dem Mund durch ein zur Flamme geführtes Rohr geblasen - erreichte man die zum Erweichen des Glases erforderliche Temperatur. Später erzeugte man die Luft mit Hilfe eines Blasebalgs, der unter dem Tisch mit dem Fuß betrieben wurde.

Heute wird die Glasbläserlampe (der Brenner) mit Erd - bzw. Propangas, Pressluft und/oder Sauerstoff betrieben, je nach Verarbeitungstemperatur der zu verarbeitenden Glassorte.

 

Um ein Glasgefäß zu fertigen, benötigt man als Ausgangsprodukt ein Glasrohr. Je nach Größe des Gefäßes wird ein entsprechend langer Rohrabschnitt vom Rohr abgezogen und kann nun an den beim Auseinandeziehen entstandenen Spießen gehalten werden. Unter gleichmäßigem Drehen wird der Rohrabschnitt in mehreren Schritten partiell erwärmt, die Formgebung erfolgt dabei durch Aufblasen oder Ziehen. Für diese Methode wird häufig der Begriff "mundgeblasen" verwendet.

Zur Fertigung von massiven Objekten (etwa Glasschreibfedern oder Figuren), werden Glasstäbe verwendet, die man in der Flamme zusammenlaufen lassen, ziehen, stauchen, formen, miteinander verschmelzen, verdrehen ...

                                                                                                                            ...aber natürlich nicht aufblasen kann !

Trotzdem sind solche Stücke auch als Glasbläserarbeit zu betrachten.

 

Typische Produkte für Lampengeblasenes Glas sind neben kunsthandwerklichen Gefäßen und Figuren beispielsweise Laborglasgeräte oder auch Augenprothesen, hierbei handelt es sich um Spezialisierungen mit separater Lehrausbildung.

 

Alles klar?